Kundenbindung

Kundenbindung in der Gastronomie: Wie Restaurants und Cafés mit einer eigenen App Stammgäste aufbauen

26. September 20267 Minuten Lesezeit

Ein volles Lokal am Freitagabend heißt nicht, dass diese Gäste am nächsten Freitag wiederkommen. Eine eigene App macht aus einmaligen Besuchern echte Stammgäste – ohne Provision an Lieferplattformen.

Ein gutes Essen, ein netter Abend, ein zufriedener Gast – und dann? Ohne einen Kanal, der über den Restaurantbesuch hinaus wirkt, verpufft dieser gute Eindruck. Der Gast erinnert sich vielleicht noch eine Weile, aber wenn die nächste Entscheidung ansteht, entscheidet oft die Bequemlichkeit: welches Lokal fällt zuerst ein, welche App ist installiert, wer hat sich zuletzt gemeldet.

Das Grundproblem: Gäste kommen einmal – und verschwinden dann aus dem Blick

Die meisten Gastronomiebetriebe haben keinen direkten, dauerhaften Kontakt zu ihren Gästen. Man kennt vielleicht Stammgäste von Angesicht, aber sobald diese das Lokal verlassen, gibt es keinen Kanal mehr – außer man folgt ihnen auf Social Media, was wenig verlässlich ist. Ein Instagram-Post erreicht nur einen Bruchteil der Follower, und Algorithmus-Änderungen können diese Reichweite jederzeit weiter reduzieren.

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Das Provisions-Problem der Lieferplattformen

Wer online bestellbar sein will, landet fast zwangsläufig bei Lieferando, Mjam oder vergleichbaren Plattformen. Der Preis dafür: 20 bis 30 % Provision auf jede Bestellung. Wer viel liefert, arbeitet damit einen erheblichen Teil des Umsatzes für die Plattform – nicht für sich selbst. Und die Plattform kennt die Gäste am Ende besser als das Restaurant selbst.

Was eine eigene App an dieser Stelle verändert

Eine eigene App dreht dieses Verhältnis um. Bestellungen laufen direkt beim Betrieb ein, ohne Provision. Und wichtiger: Der Gast bleibt über die App erreichbar, auch wenn er längst zu Hause ist. Push-Nachrichten, Treuepunkte und ein direkter Bestellkanal schaffen genau die Verbindung, die zwischen einzelnen Besuchen sonst fehlt.

Treueprogramm: Der Anreiz, wiederzukommen

Ein digitales Treueprogramm funktioniert in der Gastronomie besonders gut, weil die Kauffrequenz oft schon hoch ist – Mittagessen, Kaffeepause, Abendessen. Punkte für jeden Besuch, eine erreichbare Einlöseschwelle und Prämien, die zum Lokal passen (ein Gratis-Kaffee, ein Dessert, ein Sondermenü), verwandeln Gelegenheitsbesuche in eine Gewohnheit.

Mittagsmenü und Tagesangebote direkt kommunizieren

Das Tagesgericht steht um 11 Uhr fest – aber wie erfahren es die Gäste, bevor sie sich anderweitig entschieden haben? Social-Media-Posts erreichen kaum jemanden kurzfristig, und Stammgäste checken nicht täglich ein Profil. Eine Push-Nachricht dagegen landet direkt auf dem Sperrbildschirm, in dem Moment, in dem die Mittagsentscheidung ansteht.

  • "Heute: frischer Kürbis-Risotto, nur bis 14 Uhr."
  • Erinnerung an Happy Hour oder Feierabend-Angebote
  • Ankündigung von Events wie Live-Musik oder Themenabenden
  • Kurzfristige Verfügbarkeitshinweise (z. B. letzte Tische am Wochenende)

Events, die tatsächlich gefüllt werden

Ein Brunch-Buffet, ein Sondermenü, ein Livemusik-Abend – gute Ideen, die oft an der Reichweite scheitern statt am Konzept. Über die App erreicht die Ankündigung genau die Gäste, die bereits einmal da waren und Interesse gezeigt haben. Das ist ein deutlich gezielterer Kanal als eine allgemeine Anzeige oder ein Social-Media-Post.

Pocketshop bietet Gastronomiebetrieben eine eigene, gebrandete App mit Treueprogramm, provisionsfreiem Bestellkanal, Event-Kalender und Push-Nachrichten. Mehr dazu: pocketshop.at/branchen/gastronomie

Praxisbeispiel: Buddha Bowls

Buddha Bowls setzt auf eine eigene Pocketshop-App, komplett im eigenen Design: Treueprogramm, Push-Nachrichten zu Tagesangeboten und ein direkter Bestellkanal ohne Provision. Die Idee dahinter: direkt auf dem Handy der Stammgäste präsent sein – ohne den Umweg über eine Lieferplattform, die zwischen Betrieb und Gast steht.

Wie viele Push-Nachrichten sind sinnvoll?

Zu viele Nachrichten führen schnell dazu, dass Gäste Benachrichtigungen deaktivieren oder die App löschen. Zwei bis vier gezielte Nachrichten pro Monat, mit klarem Mehrwert – ein echtes Angebot, keine reine Werbebotschaft – werden als Service wahrgenommen, nicht als Belästigung. Tagesaktuelle Hinweise (z. B. das Mittagsmenü) sind davon ausgenommen, sollten aber ebenfalls nicht täglich mehrfach erfolgen.

Fazit: Der direkte Draht zum Stammgast

Gastronomie lebt von Wiederholung – vom Gast, der zurückkommt, weil er sich erinnert fühlt und weiß, dass es sich lohnt. Eine eigene App mit Treueprogramm und Push-Nachrichten schafft genau diesen Kanal, unabhängig von Algorithmen und ohne Provision an Dritte. Was früher zufällig war – ob ein Gast wiederkommt oder nicht – wird damit zu einem Prozess, den der Betrieb selbst steuert.

Häufige Fragen

Lohnt sich eine eigene App auch für ein kleines Lokal ohne Lieferservice?
Ja. Auch ohne Lieferung funktioniert die App als Kundenbindungskanal: Treuepunkte für Besuche vor Ort, Push-Nachrichten zu Tagesangeboten und Events sind unabhängig davon wertvoll, ob geliefert wird.
Wie unterscheidet sich das von einer Stempelkarte?
Eine digitale Lösung erlaubt gezielte Kommunikation (Push-Nachrichten), automatische Punktevergabe ohne Papier und Auswertungen darüber, wer wie oft kommt – Dinge, die eine physische Stempelkarte nicht kann.
Müssen Gäste dafür eine App aus dem Store laden?
Ja, die App wird als eigene, gebrandete App im App Store und bei Google Play veröffentlicht. Der Einstieg gelingt am einfachsten über einen Anreiz beim ersten Besuch, etwa Bonuspunkte für die Installation.
Kann ich Bestellungen weiterhin auch über Lieferando anbieten?
Ja, eine eigene App schließt bestehende Plattformen nicht aus. Viele Betriebe nutzen die eigene App gezielt für Stammgäste und Abholung, während Lieferplattformen für neue Laufkundschaft weiterlaufen.

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