„Schreibe ich lieber ‚20 % Rabatt‘ oder ‚Doppelte Punkte‘?“ Solche Fragen stellen sich in jedem Geschäft, und meist entscheidet das Bauchgefühl. Dabei geht es besser: Mit einem A/B-Test lässt du deine Kundschaft selbst entscheiden. Dieser Beitrag erklärt, wie das funktioniert, was sich zu testen lohnt und wie du auch mit kleineren Kundenlisten sinnvolle Ergebnisse bekommst.
Was ist ein A/B-Test?
Bei einem A/B-Test bekommen zwei Gruppen deiner Kundschaft zwei Varianten derselben Nachricht, etwa mit unterschiedlichem Betreff oder Bild. Du misst, welche Variante besser abschneidet, und nutzt künftig die erfolgreichere. Wichtig ist, dass sich beide Varianten nur in einem Punkt unterscheiden. Sonst weißt du nicht, woran der Unterschied lag.
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Warum sich das auch für kleine Geschäfte lohnt
- Du lernst, was deine Kundschaft wirklich anspricht, statt es zu vermuten.
- Kleine Verbesserungen summieren sich: Ein besserer Betreff, ein passenderer Zeitpunkt und ein klarerer Button wirken zusammen.
- Du vermeidest teure Fehlgriffe, weil eine Variante an einer Gruppe getestet wird, bevor alle sie sehen.
- Jeder Test hinterlässt Wissen, das du bei der nächsten Aktion wiederverwendest.
Was du testen kannst
| Element | Beispiel für Variante A und B | Was du misst |
|---|---|---|
| Betreff oder Titel | „Neu bei uns“ gegen „Nur für dich: Extra-Punkte“ | Öffnungen |
| Bild | Produktfoto gegen Foto mit Menschen | Klicks |
| Call-to-Action | „Jetzt ansehen“ gegen „Coupon sichern“ | Klicks, Einlösungen |
| Angebot | Doppelte Punkte gegen kleine Zugabe | Einlösungen, Umsatz |
| Zeitpunkt | Vormittag gegen früher Abend | Öffnungen, Einlösungen |
| Ton und Länge | Kurz und sachlich gegen persönlich und etwas länger | Klicks, Antworten |
| Kanal | Push gegen E-Mail | Erreichte Personen, Einlösungen |
So gehst du sauber vor
- Ziel festlegen: Willst du Öffnungen, Klicks oder Einlösungen? Wähle das Ziel, das für dein Geschäft zählt. Öffnungen sind schön, Umsatz und Besuche sind besser.
- Eine Sache ändern: Betreff oder Bild oder Zeitpunkt, nicht alles gleichzeitig.
- Gruppen zufällig bilden: Beide Gruppen sollten ähnlich sein, sonst vergleichst du unterschiedliche Menschen statt unterschiedlicher Nachrichten.
- Gleichzeitig senden: Beide Varianten am selben Tag und zur selben Zeit, damit Wetter und Wochentag nicht verfälschen. Testest du den Zeitpunkt, ändert sich das natürlich bewusst.
- Genug Zeit lassen: Warte, bis die meisten Reaktionen eingetroffen sind, bevor du entscheidest.
- Gewinner einsetzen und festhalten: Notiere, was du getestet hast und was herauskam, und nutze es in den nächsten Aktionen.
Und wenn meine Kundenliste klein ist?
Das ist die häufigste Sorge, und sie ist berechtigt. Als Faustregel brauchst du je Variante einige Hundert Empfänger, um kleine Unterschiede sicher zu erkennen. Mit weniger testest du besser nur große Unterschiede, etwa zwei völlig verschiedene Angebote. Wiederhole den Test bei mehreren Aktionen, bevor du eine Regel daraus machst. Ein einzelner kleiner Vorsprung kann reiner Zufall sein.
Drei Beispiele aus dem Alltag
Bäckerei: Zwei Betreffzeilen für das Tagesangebot
Variante A: „Heute frisch: Dinkelbrot“. Variante B: „Dein Lieblingsbrot ist da“. Ziel: Einlösungen am selben Tag. So findest du heraus, ob eine sachliche oder eine persönliche Ansprache besser zieht.
Modegeschäft: Zwei Angebote für die Rückkehr
Variante A: Doppelte Punkte auf den nächsten Einkauf. Variante B: Ein Gutschein mit Ablaufdatum. Ziel: Besuche innerhalb von 14 Tagen. Das zeigt, ob Dringlichkeit oder Belohnung besser wirkt.
Apotheke: Zwei Sendezeiten für saisonale Hinweise
Variante A: am Vormittag. Variante B: am frühen Abend. Ziel: Klicks und Besuche. Die Frage ist, wann deine Kundschaft Zeit für solche Nachrichten hat. Achte hier besonders auf zulässige Formulierungen bei Gesundheitsthemen.
Typische Fehler
- Zu viel auf einmal ändern: Dann ist unklar, was gewirkt hat.
- Zu früh entscheiden: Wer nach einer Stunde den Gewinner kürt, misst oft nur die Schnellsten.
- Das falsche Ziel messen: Viele Öffnungen helfen nicht, wenn danach niemand kommt.
- Zu kleine Gruppen: Aus fünfzig Empfängern pro Variante lassen sich kaum sichere Schlüsse ziehen.
- Nichts festhalten: Ohne Notizen testest du dieselbe Frage zwei Jahre später noch einmal.
- Ständig testen: Eine Nachricht pro Woche mit einem klaren Test ist besser als ein Dauerlauf mit Chaos.
A/B-Tests mit Pocketshop
Pocketshop unterstützt A/B-Tests in der Automatisierung. So kannst du Varianten gegeneinander laufen lassen, ohne alles von Hand aufzuteilen. Bei Kampagnen sind A/B-Tests für Betreff, Bildmaterial und Call-to-Action möglich, und der Gewinner wird automatisch ausgespielt. Mehr dazu auf den Funktionsseiten: pocketshop.at/funktionen/kampagnen und pocketshop.at/funktionen/marketing-automatisierung. Dazu liefern Kennzahlen pro Kampagne und Schritt die Grundlage, um zu beurteilen, was funktioniert hat.
Nicht jede Funktion ist in jedem Setup als Standardfunktion enthalten. Welche A/B-Tests für dein Geschäft möglich sind, klären wir im Erstgespräch.
Dein Testplan zum Mitnehmen
| Frage | Dein Eintrag |
|---|---|
| Was möchte ich verbessern? | z. B. Einlösungen der Wochenaktion |
| Was ändere ich (nur eines)? | z. B. Betreff |
| Variante A und B | z. B. sachlich gegen persönlich |
| Wer bekommt was? | Zufällig, gleich große Gruppen |
| Welche Zahl entscheidet? | z. B. Einlösungen innerhalb von drei Tagen |
| Wann entscheide ich? | Nach dem festgelegten Zeitraum, nicht früher |
| Was habe ich gelernt? | Kurz notieren und nutzen |
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