Kundenbindung

Kundenbindung messen: 7 Kennzahlen für kleine Unternehmen

21. Oktober 20268 Minuten Lesezeit

Ohne Zahlen bleibt Kundenbindung Bauchgefühl. Diese sieben Kennzahlen zeigen, ob dein Treueprogramm wirkt, wie du sie berechnest und welche du als Erstes verfolgen solltest.

Ein Treueprogramm startet man schnell. Ob es wirkt, sieht man erst, wenn man misst. Viele kleine Betriebe haben dafür weder Zeit noch ein Controlling. Das ist kein Problem: Sieben einfache Kennzahlen reichen, und die meisten lassen sich aus Kasse und App-Dashboard ablesen. Dieser Beitrag zeigt die Formeln, ein Beispiel und eine Empfehlung, mit welchen drei du beginnen solltest.

Die sieben Kennzahlen im Überblick

KennzahlFormelSie zeigt dir
WiederkaufrateKunden mit mindestens 2 Käufen ÷ alle KundenWie viele Kunden zurückkommen
BesuchsfrequenzKäufe ÷ aktive Kunden im ZeitraumWie oft ein Kunde im Schnitt kommt
Durchschnittlicher BonUmsatz ÷ Anzahl KäufeWie viel ein Besuch bringt
Kundenwert (vereinfacht)Bon × Besuche pro Jahr × Jahre der BeziehungWas ein Stammkunde wert ist
InaktivitätsquoteKunden ohne Kauf in 90 Tagen ÷ alle KundenWie viele Kunden abwandern
EinlösequoteEingelöste Prämien oder Coupons ÷ ausgegebeneOb Anreize attraktiv und verständlich sind
AktivierungsquoteRegistrierte App-Nutzer ÷ Kunden an der KasseWie gut das Programm angenommen wird

Lohnt sich eine App für deinen Betrieb?

Finde es kostenlos heraus – in 2 Minuten.

1. Wiederkaufrate

Die Wiederkaufrate sagt, welcher Anteil deiner Kunden mehr als einmal kauft. Steigt sie nach dem Start des Treueprogramms, kommen mehr Kunden zurück. Beispiel: Von 200 Kunden im Quartal kaufen 90 mindestens zweimal. Die Wiederkaufrate beträgt 45 Prozent.

2. Besuchsfrequenz

Wie oft kommt ein aktiver Kunde im Monat? Die Frequenz ist der direkteste Hebel eines Treueprogramms, weil Stempel und Punkte genau dazu anregen. Beispiel: 400 Käufe von 100 aktiven Kunden im Monat ergeben eine Frequenz von 4 Besuchen.

3. Durchschnittlicher Bon

Der durchschnittliche Bon zeigt, wie viel ein Besuch bringt. Prämienstufen, bei denen Kunden „noch etwas dazukaufen“, um die nächste Stufe zu erreichen, können ihn steigern. Vergleiche den Bon von App-Kunden mit dem von Kunden ohne App, sofern deine Kasse das auswerten kann.

4. Kundenwert

Ein vereinfachter Kundenwert hilft bei der Frage, wie viel Aufwand ein Stammkunde wert ist. Beispiel: 12 € Bon, 40 Besuche im Jahr und 3 Jahre Beziehung ergeben 12 × 40 × 3 = 1.440 € Umsatz je Stammkunde. Das ist ein Umsatzwert, kein Gewinn, aber er zeigt, warum es sich lohnt, Kunden zu halten.

5. Inaktivitätsquote

Wer drei Monate nicht gekauft hat, ist gefährdet. Die Inaktivitätsquote zeigt, wie viele deiner registrierten Kunden das betrifft. Sie ist zugleich die Basis für Reaktivierungsaktionen: Eine gezielte Push-Nachricht oder ein Coupon holt einen Teil davon zurück.

6. Einlösequote

Wenn kaum jemand Coupons oder Prämien einlöst, stimmt etwas nicht: Die Schwelle ist zu hoch, der Anreiz zu unattraktiv oder die Regel unverständlich. Eine Quote, die sehr hoch ist, kann dagegen heißen, dass du zu viel verschenkst. Beobachte die Entwicklung und passe die Aktion an.

7. Aktivierungsquote

Was nützt das beste Programm, wenn niemand mitmacht? Die Aktivierungsquote vergleicht die registrierten Nutzer mit den Kunden an der Kasse. Steigern kannst du sie mit einem Willkommensanreiz, Hinweisen an der Kasse und einem Team, das die App aktiv erklärt.

Starte mit drei Kennzahlen: Besuchsfrequenz, Wiederkaufrate und Aktivierungsquote. Sie zeigen am schnellsten, ob dein Programm angenommen wird und wirkt. Die anderen ergänzt du, sobald du Routine hast.

So misst du sauber

  • Vorher-Nachher: Halte die Werte vor dem Start fest, sonst fehlt der Vergleich
  • Gleiche Zeiträume: Vergleiche Monat mit Monat und achte auf Saisoneffekte
  • Gruppen vergleichen: App-Kunden gegen Kunden ohne App, wenn die Daten es hergeben
  • Einzelne Aktionen auswerten: Notiere, was du wann ausgespielt hast, und prüfe die Wirkung
  • Regelmäßig prüfen: Ein fester Termin im Monat reicht

Welche Daten dir Pocketshop liefert

Im Dashboard von Pocketshop siehst du unter anderem Nutzer, Aktivität, Einlösungen und Aktionen. Mit einer Kassenanbindung fließen auch Bons und Umsätze automatisch ein. Das macht die Kennzahlen dieses Beitrags mit wenigen Klicks nachvollziehbar.


Mit dem ROI-Rechner auf pocketshop.at kannst du prüfen, was eine höhere Besuchsfrequenz für deinen Umsatz bedeuten würde.

Häufige Fragen

Welche Kennzahlen sind für ein Treueprogramm am wichtigsten?
Für den Anfang genügen Besuchsfrequenz, Wiederkaufrate und Aktivierungsquote. Sie zeigen, ob Kunden mitmachen, öfter kommen und zurückkehren.
Wie berechne ich die Wiederkaufrate?
Teile die Zahl der Kunden mit mindestens zwei Käufen im Zeitraum durch die Zahl aller Kunden in diesem Zeitraum. Beispiel: 90 von 200 Kunden ergeben 45 Prozent.
Was ist ein guter Wert?
Das hängt von Branche und Betrieb ab. Entscheidend ist die Entwicklung: Vergleiche mit deinen eigenen Zahlen vor dem Start des Programms und setze dir realistische Ziele.
Wie oft sollte ich die Kennzahlen prüfen?
Ein fester Termin pro Monat reicht für die meisten kleinen Betriebe. Bei Aktionen lohnt zusätzlich ein Blick nach einigen Tagen, um schnell nachzusteuern.

Kundenloyalität lohnt sich – teste Pocketshop jetzt kostenlos.

Stell deine eigene App in wenigen Minuten zusammen und sieh live, wie Pocketshop für dein Unternehmen aussehen könnte.